Rhodos  ( 2007 )
Griechische Impressionen in Lindos

Als Fan von Tzatziki, Gyros und Co. war es wohl höchste Zeit,
das Land dieser Köstlichkeiten persönlich zu besuchen.
Glücklicherweise bot HLX ( zwischenzeitlich TuiFly ) im Herbst 2006
günstige Flüge ins Land des Sirtaki an. Für schlappe 100,- €
ergatterte ich einen Platz im Flieger nach Rhodos.
Nicht schlecht, dachte ich und habe dann noch nach einem
Hotel im Internet gesucht und wurde bei expedia auch fündig.
So buchte ich für ca. 400,- € 2 Wochen all inclusive
im Hotel Golden Odyssey. 2 Wochen Rhodos mit all
inclusive für 500,- € sind doch kein schlechter Preis, oder?
Einige Wochen später gab es beim Discounter Plus noch ein
Mietwagen - Angebot, wo ich einen Opel Corsa für 3 Tage buchte.
Im Nachhinein ein Fehler, vor Ort hätte ich fast nur die Hälfte bezahlt.
 

Was sich auf Rhodos ebenfalls als Fehler herausstellte, war
das Hotel, wo ich mal wieder das schlechteste Zimmer bekam.
Es ging direkt zur Strasse und den ganzen Nachmittag knalllte die
Sonne direkt auf das einzige Fenster und den Balkon.
Mein Versuch, das Zimmer sofort zu tauschen, schlug diesmal leider
fehl, der Dame an der Rezeption hat wohl meine Nase nicht gefallen.
Für mich unverständlich, da das Hotel nur zu ca. 20 % gebucht war.
Aber vielleicht lag es ja an expedia, und an dem, was das Hotel
dann wirklich von meinem gezahlten Geld bekommen hat.
Ansonsten ist das Hotel kein schlechter Tip, das Personal ist
sehr nett und aufmerksam und die Anlage ist in einem guten Zustand.
Leider ist es mehr als 1 km vom nächsten Strand entfernt.
Wer also etwas fussfaul ist, sollte sich nach Alternativen umschauen.
 

Hotel Golden Odyssey
An der Westküste von Rhodos

Beim nächsten Mal werde ich nur den Flug buchen,
den Mietwagen dann direkt am Flughafen für maximal 2 Tage.
Mietwagen gab es übrigens schon für 11,- € am Tag,
allerdings nur, wenn man es gleich für 2 Wochen mietet.
Anbieter gibt es genug und die Autos sind teilweise nagelneu.
Fahrrad kostet zwischen 2,- und 8,- € pro Tag.
Roller / Vespa für ca. 10,- €
Natürlich immer abhängig vom eigenen Verhandlungsgeschick.
Also nicht gleich beim erst besten abschließen.
Stand meiner Preisangaben = Mai 2007
Wie lange meine Preisangaben Gültigkeit haben, kann ich natürlich
nicht sagen. Mai ist auch der erste Touristen Monat, also absolute
Vorsaison, im Juli / August kostet alles sicher viel mehr.
 

Kommen wir zu den Sehenswürdigkeiten von Rhodos.
Mein erster Ausflug ging zum “Filérimos-Berg”, nahe Rhodos-Stadt.
Dort findet sich ein Kloster, das bei entsprechendem Licht
wunderschöne Aufnahmen erlaubt. Von dort aus hat
man auch einen sehr schönen Blick auf die Westküste.
Da an meinem ersten Tag keine Zeit für weitere Highlights
war, erkundete ich noch etwas den Hafen und die
Altstadt von Rhodos-Stadt, wobei mir schnell klar wurde,
das diese Stadt nicht in ein paar Stunden zu erkunden war.
Hier kann man wirklich Tage mit “Entdeckungen”
 verbringen und findet immer neue kleine “Schätze”.
Empfehlenswert wäre ein Hotel in der Nähe der Altstadt,
wobei die nahen Strände im Sommer sicher gut gefüllt sind.
 

Kloster auf dem Filerimos Berg
Blick auf Lindos

Nach dem Frühstück ging es los in Richtung Lindos, wo ich
auf dem Weg einen kurzen Stop im Kloster Kato Tsambika einlegte.
Auch in Archangelos blieb ich nicht lange, obwohl der Ort
noch das alte Flair von einem griechischen Städtchen hat.
Eine Wanderung zur alten Ritterburg war mir auf Grund
der hohen Temperaturen zu diesem Zeitpunkt zu anstrengend.
So ging es weiter nach Lindos, wo ich zum ersten Mal den
Touristenströmen begegnete. Das kleine Dorf ist aber wirklich
einen Besuch wert, wogegen ich von der “Akropolis” eher
enttäuscht war. Ein Großteil der Gebäude und Säulen
sind restauriert und meiner Meinung nach den Eintritt nicht wert.
Man wird dort oben allerdings mit einer schönen Aussicht belohnt.
Den Rest des Tages verbrachte ich dann am Strand von Prassonissi,
wo mich allerdings der starke Wind nicht lange ausharren lies.
 

Der nächste Tag begann mit einer ca. 2 stündigen Wanderung durch
das Schmetterlings-Tal. Im Mai allerdings noch ohne Schmetterlinge,
diese sieht man nur im Juli und August. Das Tal lädt aber zu jeder
Jahreszeit zu einem ausgedehnten Spaziergang ein.
Den nächsten Stop legte ich dann bei den Ruinen
von Kámiros ein. Hier kann man die Überreste eines
im 2 Jh. n. Chr. verlassenen Dorfes besichtigen.
Mein letzter Stop galt der Johanniterburg “Monólithos”. Die frei
zugängliche Ruinen der Burg sind durch einen kurzen Aufstieg
zu erreichen. Bei entsprechendem Licht ein Ort für tolle Fotos.
Als letzte Besichtigung des Tages folgte die byzantinische
“Kirche der Entschlafung Mariä” in Asklipión wo besonders
schöne Fresken zu sehen sind. Die dortige Johanniterburg
erklomm ich auf Grund der großen Hitze nicht mehr.
 

Blick auf die Westküste von Monotithos
Die Stadtmauern von Rhodos

Nachdem das Auto am Flughafen wieder abgegeben
war, brachte mich der Linienbus für 1,90 € nach Rhodos Stadt.
Somit hatte ich Zeit, die Altstadt zu erkunden.
Als erstes machte ich einen ca. 1 stündigen Spaziergang
um die Stadtmauern, ausgehend vom Elefterías Tor.
Wem der komplette Weg zu lang ist, dem bieten sich
mehrere Tore durch die man wieder in die Altstadt kommt.
Ehrlich gesagt, der erste Teil mit dem Blick auf den
Großmeisterpalast ist auch der schönste Teil davon.
Auf meiner Liste der Sehenswürdigkeiten stand noch der
Besuch des Großmeisterpalasts und ein Blick vom Uhrenturm,
wo man einen schönen Blick auf den Hafen und die Stadt hat.
Den Rest des Tages spazierte ich durch einige der vielen
Gassen der Altstadt, und fand ständig neue Fotomotive.
 

Für Leute, die wie ich gerne mal eine Runde mit dem
Drahtesel unterwegs sind, gibt es recht günstige Angebote.
Natürlich wie immer, abhängig von der Saison!
Mein Radl hat 2,- € am Tag gekostet und hat mich 3 Tage
tapfer begleitet. Natürlich war es kein Vergleich zu
 meinen eigenen Zweirädern, aber was will man für 2,- € erwarten.
Es hat mich aber fast bis nach Rhodos und wieder zurück
gebracht, und für kurze Badeausflüge war es prima geeignet.
Aber Achtung !!! Rhodos ist kein einfaches Terrain!
Es geht ständig und vor allem steil bergauf und wieder runter.
Also eher was für Bergziegen als für Sonntagsradler.
Wer nicht wirklich sportlich ist, sollte lieber auf einen
motorisierten Roller oder gleich das Auto ausweichen.
 

Mein 2,- Euro Fahrrad
Tsambika Beach

Den Rest meines Urlaubs war ich von Kolumbia aus
zu Fuß unterwegs, was die Möglichkeiten natürlich
gewaltig einschränkt. Wer aber wie ich auch vor einem
längeren Spaziergang nicht zurückschreckt,
für den gibt es noch so einige Ziele in der näheren Umgebung.
Das Foto zeigt einen traumhaften Ausblick vom Kloster
Tsambika auf den Tsambika Strand, der noch völlig unverbaut ist.
Der Fußmarsch vom Hotel aus dorthin dauerte ca. 1,5 Stunden.
Im Mai gut machbar, da die Hitze noch nicht zu groß ist.
Schöne Strände gibt es auf Rhodos viele und jeder wird hier
sicher seinen Traumstrand finden.

Für mich war Rhodos auf jeden Fall eine Reise wert.
Und wer weiß, vielleicht komme ich ja irgendwann wieder.